Die Sache mit den Rezensionen, die nicht geschrieben werden

Für uns Autoren sind Rezensionen ja immer so ein Thema.
Haste keine, dann kauft fürderhin keine Sau dein Buch und es dümpelt unsichtbar auf Platz hassenichgesehen herum. Haste viele, dann unterstellen dir Kollegen, du hättest deine Rezis* in einer asiatischen Clickfarm gekauft. Haste nur zwölf Rezensionen und zwei davon sind niederschmetternd, dann wirst du die nächsten zwei Wochen mit einer Papiertüte über dem Kopf im Wandschrank verbringen.

Es gibt miese Rezensionen, die einzig darauf abzielen, den Autor in Grund und Boden zu schmettern. Vielleicht hatte der Verfasser einen schlechten Tag im Büro (die Chefin hat dich ins Kellerarchiv zum Aktenabstauben versetzt, deine Kaffeetasse wurde geklaut und in der Kantine gab’s heute Leber mit Rosenkohl). Oder der Rezensent ist der Meinung, dass blutrünstige Splatterromane grundsätzlich verboten gehören und will die Welt unbedingt an seiner Meinung teilhaben lassen. Also kauft er sich einen Roman von Jack Ketchum oder Hubert Selby, liest die ersten zehn Seiten, kotzt sich anschließend öffentlich bei Amazon aus und lächelt dabei grimmig.

Foto: Andrew Neel/unsplash

Lustigerweise – und hier verrate ich ein Geheimnis, das keines ist – wissen potentielle Leser, was sie von solchen Rezis zu halten haben: Nix.
Leser suchen in Rezensionen ausschließlich nach individuellen Entscheidungshilfen. Gibt es Sex mit Dinosauriern im Buch? Ein Happy End oder einen Cliffhanger? Niedliche Katzenbabys? Ordentlich Blut und Eingeweide?
Und es ist keine Seltenheit, dass ein Buch gekauft wird, gerade weil es massenhaft üble Slasherszenen enthält. »American Psycho« von Bret Easton Ellis (der angeblich brutalste Roman der Literaturgeschichte, der nach Klage des Verlages 2001 von der Indexliste für jugendgefährdende Schriften genommen wurde) mit fast 20% Ein-Sterne-Meinungen ist ein bekanntes Beispiel. Viele haben das Buch nur gekauft, weil sie wissen wollten, ob an der Kritik etwas dran ist.
Was der eine bemängelt, findet der andere nun mal lesenswert. Andere wollen lieber selbst herausfinden, ob der Negativ-Rezensent mit seiner vernichtenden Meinung Recht hat oder einfach nur zu blöd war, die Botschaft des Buches zu verstehen (bei „American Psycho“ ist die Botschaft simpel: Wer die Musik von Genesis** mag, muss ein koksender Psychopath sein).

Was ich damit sagen will: Jede (!) Rezension ist wichtig. Auch die von den giftspritzenden Hatern. Wer nämlich Hater hat, wurde offenkundig als Bedrohung von wasauchimmer wahrgenommen. Bedrohungen fürchtet der Wutbürger, darum bekämpft er sie dort, wo er sich sicher fühlt: in den anonymen Weiten des Internet. Wahlweise bei Amazon.
Wenn du also unfaire negative Bewertungen zu deinem Roman bekommst, dann klopfe dir auf die Schulter, weil du jemanden dazu gebracht hast, sich mit dir zu beschäftigen. Vielleicht träumt er nachts von dir, mit Schaum vor dem Mund, weil du einen Roman veröffentlicht hast und dieser auch noch gekauft wird. Ätsch. Also lass die Hater getrost haten.

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„Richtige“ Rezensionen sind Kundenmeinungen. Jemand liest ein Buch und schildert seinen Eindruck. Er tut das freiwillig, weil das Buch ihm in irgendeiner Form wichtig ist. Ob er seinen Eindruck in zwei orthografisch fragwürdigen Sätzen abhandelt und von seinem Hund korrekturlesen lässt oder einen fulminant formulierten Sechs-Seiten-Artikel schreibt, ist piepegal. Mir jedenfalls.

Leider ist es so, dass viele Leser sich nicht mehr trauen, ihre Meinung zu einem Roman öffentlich kundzutun.
Ich bekomme oft persönliche Feedbacks zu meinen Büchern, in denen steht, dass man lieber keine öffentliche Rezension abgeben möchte.
Weil man nicht weiß, wie das geht.
Weil man Angst hat, niedergemacht zu werden.
Weil man nicht für seine Rechtschreibung verurteilt werden möchte.
Weil man glaubt, man müsse mindestens Bloggerqualität abliefern, besser noch einen eloquenten Feuilleton-Beitrag verfassen, der locker auch in der FAZ abgedruckt werden könnte.
Weil man fürchten muss, eine blutrünstige Fanbase könnte sich zur Hetzjagd auf den Verfasser zusammenrotten, wenn man den Roman bestenfalls mittelmäßig fand.

Richtig ärgerlich wird es, wenn sich ausgerechnet Autoren in den Social Media über Rezensenten oder diverse orthografische Patzer lustig machen und die Hemmschwelle, eine Lesermeinung zu schreiben, dadurch noch erhöhen (Letztens noch gesehen: „Haha, da schreibt schon wieder einer Rezession! Und Hauptprotagonist! Unfähige Nulpe, sollte erst mal den Duden lesen statt meine Bücher.“)
Mir ist bewusst, dass manche zum Sheldon Cooper werden, wenn sie einen Rächtschraipfeler finden. Mir ist auch bewusst, dass manche Menschen die Kommasetzung, nur, teilweise, verstanden, haben oder am Wort Portmonnee/Portemonnaie/Poatmonäääää verzweifeln. Sie dürfen das. Sie dürfen trotzdem eine Meinung zu einem Buch haben.

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Sehr fies wird es, wenn ein Leser eine sachliche (!) Negativrezension abgibt und in Kommentaren von den Fans des Autors angegriffen wird. Da kommen dann Reaktionen wie »Ich verstehe nicht, warum solche Leute ihre Meinung abgeben dürfen! Das Buch ist toll und jeder, der das anders sieht, doof wie Toastbrot.«
Oder der Autor höchstselbst (meist unter kreativem Pseudonym) kotzt sich im Kommentar aus, wie unverschämt es doch sei, das Buch/die Preisgestaltung/die Protagonisten nicht zu mögen, wo man doch Herzblut in die Geschichte gesteckt habe und überhaupt dürfe der Autor veröffentlichen, was und wie er will. „Das nennt sich Freiheit. Basta! Geh sterben, blöder Leser. Und lösch die scheiß Rezi!“
Entdecke ich eine solche Reaktion eines getroffenen Hundes, mag ich sein Buch nicht lesen und mein Geld bekommt er natürlich auch nicht.
Kritik tut immer weh, keine Frage. Aber es ist weitaus professioneller, in solchen Fällen in den Keller zu gehen und ein paar Pfeile auf eine Pappfigur zu werfen, die ein Schild mit der Aufschrift BLÖDER LESER um den Hals trägt. Dann setzt man sein Profilächeln auf, geht wieder nach oben und schreibt am nächsten Roman weiter.
Autoren und Leser, die Menschen angreifen, weil ihnen deren persönliche Meinung nicht in den Kram passt, haben den Sinn von Texten jeglicher Art nicht verstanden: GEDANKENFREIHEIT! Die gilt für alle. Auch für Leute, die man nicht mag. Isso.
Faust in der Tasche ballen. Weitermachen. Ruhig schlafen.

Foto: Ben White/unsplash

Wir Autoren dürfen Bücher über Dinosauriersex schreiben, über serienmordende Genesis-Liebhaber oder über junge, hotte Milliardäre, die immer ein Paar Handschellen in der Hosentasche haben (falls ihnen eine geeignete Praktikantin über den Weg läuft).
Die Leser dürfen das öffentlich toll finden, dürfen darüber lachen oder entgeistert den Kopf schütteln. Sie dürfen sich darüber aufregen, dass jemand einen nackigen Dino aufs Cover gepappt hat und damit in die Top 5 gekommen ist. Sie dürfen auch meckern, wenn ein Autor aus einem 250-Seiten-Buch eine 10-bändige Serie macht. Sie dürfen lamentieren, dass sie die weibliche Protagonistin nicht mögen, weil die es mit zwei Männern gleichzeitig treibt oder keinen Spinat isst, wegen der Stückchen, die zwischen den Zähnen hängenbleiben (»Ich versuche, meinen Kindern gesundes Blattgemüse schmackhaft zu machen, und dann so was! Ein Skandal!«)
Sie dürfen eine überhebliche Frustrezension verfassen, weil der Chef sie heute im Büro angeraunzt hat und weil sie Genesis sowieso schon immer doof fanden.
Die Trolle, Hetzer, Neider und Hater verstummen am schnellsten, wenn sie links liegen gelassen werden. Man darf sie ein wenig bemitleiden, weil sie vielleicht akutes Rezensions-Tourette haben oder ein langweiliges Shice Leben führen, einen Kombi fahren statt einer Corvette und überhaupt alles blöd finden, was anderen gefällt.

Interessierte, potentielle Käufer werden die Rezensionen nach ihrem Gutdünken filtern und sich ihren Teil denken. Die sind nämlich nicht so dumm, arglos jede fremde Meinung zu schlucken. Da müssen wir Autoren oder Fans nicht eingreifen.
Selbst eine kurze Botschaft wie »Ich fand das Buch super. Keine Ahnung, wie ich das besser formulieren soll« ist ein Fingerzeig. Jemand hat sich die Mühe gemacht, sich irgendwo einzuloggen und die erstbesten Worte geschrieben, die ihm eingefallen sind. Vielleicht war es seine erste Rezension, vielleicht sitzt er gerade im Büro, tippt hastig seinen Text auf dem Handy, während der Chef durch die Gänge pirscht, vielleicht kann er auch nicht auf den Punkt bringen, was genau er an dem Buch so toll fand.
Am Ende war er jedenfalls glücklich mit der Lektüre und das möchte er gerne mal loswerden.
Okay, vielleicht ist er doch ein Asiate in einer Clickfarm und bekommt pro Rezension 0,012 Dollar. Übersetzt von Google Translator. »Auspack und Freu. Diese vielseitig verwendbare Produkt hat akzeptable Feierung zur Gemutlichkeit erzeugt.«
Potentielle Käufer merken es, ob eine Rezension Wischiwaschi ist oder von einem anderen echten Leser verfasst wurde, der nur nicht mit Worten so gut umgehen kann. Hat ein Buch hundert gekaufte Wischiwaschis, dauert es nicht lange und es hagelt Ein-Sterne-Feedbacks. Leser lassen sich nicht gerne verarschen.

Foto: Artem Kovalev/unsplash

Gute Bücher überleben Trolle, Hater und natürlich auch Leser, die das Buch aus Gründen nicht so toll fanden. Letztere helfen dem Autor sogar, das nächste Buch besser zu machen. Wenn zehn Leser sagen: »Dass der Bösewicht plötzlich vom Blitz erschlagen wurde, gerade als er die Heldin töten wollte, war jetzt irgendwie unglaubhaft«, dann hat der Autor etwas, worüber er nachgrübeln kann.
(Im nächsten Buch wird der Bösewicht dann von einer umstürzenden Straßenlaterne dahingerafft. Und ein Leser wird schreiben: »Wieso steht eine Straßenlaterne mitten im Wald? Und warum kippt sie ausgerechnet jetzt um???« Vielleicht schreibt der zutiefst getroffene Autor dann in einem Kommentar: »Das nennt sich künstlerische Freiheit, du Kretin!« Und die erboste Fanbase echauffiert sich: »Typen wie dir sollte man die Tastatur wegnehmen! Die umstürzende Straßenlaterne ist eine Metapher für die Einsamkeit der ukrainischen Landbevölkerung und wer das nicht kapiert hat, soll Genesis hören, bis ihm das Blut aus den Ohren läuft!«)

Unsere Bücherlandschaft würde ziemlich traurig aussehen, wenn nur noch begeisterte, rechtschreibaffine »Fünf-Sterne-sind-noch-zu-wenig«-Claqueure und Superduper-Profirezensenten ungestraft ihre profunde Meinung kund tun dürfen.
Für Autoren ist negative Kritik natürlich schmerzhaft und sie reißt einen erst mal rein. Aber wenn mehrere Leser das Gleiche bemängeln, dann hat man einen wichtigen Hinweis bekommen, der das nächste Buch hoffentlich besser macht.
Wenn es um Geschmacksfragen geht („Ich mag keine Bücher, die im Präsens geschrieben sind, darum nur zwei Sterne.“) – Tja, da kann man nix machen, außer in den Keller zu gehen und ein paar Pfeile zu werfen.
Kleiner Trost: Schau dir an, wie die internationalen Bestseller und die ganz großen Literaten bewertet wurden. Danach geht es dir wieder besser. Die werden nämlich richtig zerfleddert und bis aufs Blut analysiert. Meine persönlichen Lieblingsromane haben im Schnitt oft gerade mal drei Sterne und ich denke mir gerne im Stillen: „Habt ihr alle keine Ahnung? Dieses Buch ist ein fucking Meisterwerk!“ Dann schreibe ich eine Rezension, warum ich das Buch für ein fucking Meisterwerk halte („Ich fand das Buch super, weil auf jeder Seite etwas anderes steht. Mehr fällt mir nicht ein. Cat.“)

Foto: Annie Spratt/unsplash

Es tut mir in der Seele weh, wenn Leser sich nicht trauen, laut zu sagen, ob und warum ihnen ein Buch gefallen hat, weil sie befürchten müssen, dass ihnen die Finger abgehackt werden. Es sind manchmal Leute mit Lese-Rechtschreibschwäche darunter, meist aber sind es ganz normale Leser, die glauben, sie müssten erst ein Literaturstudium absolvieren und einen Korrekturleser engagieren, bevor sie „offiziell“ was zu einem Buch sagen dürfen.

Darum mein Appell: Egal, ob du Autor, Blogger oder Leser bist – entmutige andere Leser nicht, ihre Meinung zu schreiben! Reg dich nicht über Meinungen auf, die dir nicht in den Kram passen! Greife um Himmels Willen niemanden an, der dein (Lieblings-)Buch nicht toll fand! Er will keinen Krieg führen, er ist schlicht nicht deiner Meinung.
Diskutieren geht in Ordnung, Nachfragen zeigt Größe, aber Anfeinden ist würdelos. Wir haben schon genug Gemetzel in der Welt, da sollte es zumindest im Bücheruniversum friedlich zugehen. Niemand von uns wünscht sich eine Diktatur, in der man für seine persönliche Meinung angefeindet oder gar an den Pranger gestellt wird.

Liebe Leser, lasst euch nicht einschüchtern oder gar entmutigen!
Schreibt Rezensionen!
Wir Autoren brauchen Rezensionen, denn sonst sieht niemand, dass wir ein Buch geschrieben haben, welches sogar von wildfremden Menschen gelesen wurde.
Teilt anderen mit, was ihr gut oder schlecht fandet. Bleibt dabei sachlich.
Bücher werden nicht geschrieben, um damit (oder dagegen) geifernd in den Krieg zu ziehen. Sie sollen unterhalten, zum Nachdenken anregen, Emotionen hervorrufen. Wenn eure Emotion darin besteht, das Buch frustriert in die Ecke zu pfeffern, ist das auch schon was.
Ich behaupte, ein erwachsener Autor wird es überleben, wenn ihr schreibt: „Ich musste das Buch leider in die Ecke pfeffern, weil es mich nicht glücklich gemacht hat.“ Und kluge Leser sind in der Lage, andere Geschmäcker (und fehlende Kommata) generös zu akzeptieren.

*»Rezi« hat übrigens gute Chancen, auf meiner »Zehn Abkürzungen, die ich hasse«-Liste zu landen. Auf Platz eins: klkrkl (Küsschen links, Küsschen rechts, Küsschen links; digitale Begrüßung unter Leuten, die ich im realen Leben mit der Schulter anremple).

** Ich finde „That’s All“ von Genesis ziemlich cool. Nein, ich kokse nicht.

65 Gedanken zu „Die Sache mit den Rezensionen, die nicht geschrieben werden

    • Deine Meinung zu Lesern, Autoren, Rezensionen, Frustration und natürlich Genesis – einfach genial. Ich hätte mich an manchen Textstellen wegschmeißen mögen (akutes Rezensions-Tourette…). Aber auch so manches hat mich zum Nachdenken gebracht. Danke für dieses ausführliche Plädoyer für die Meinungsfreiheit in all ihren Facetten.

  1. Dieser Artikel hat mich total angesprochen. Ich habe zwar deine ersten Bücher mit max zwei Sätzen bewertet, weil ich sie so gut fand, dass ich einfach meine Begeisterung dafür kundtun musste, aber bei den nächsten Büchern habe ich das nicht mehr getan. Der Grund: Weil manche Leser bereits zwei Tage nachdem das Buch erschienen ist eine Rezension veröffentlicht haben, die sprachlich und ausdruckstechnisch so perfekt war, dass ich mir immer denke, derjenige sollte selbst Bücher schreiben und nicht nur Rezensionen. Ich habe das Buch auch so schnell gelesen, doch um so eine Rezension zu schreiben, bräuchte ich wahrscheinlich Wochen. Und eigentlich hat er in seinem Meisterwerk ohnehin schon alles gesagt, was ich mit zwei einfachen Sätzen vielleicht auch ausdrücken wollte. Ich lese mir immer viele Rezensionen durch und denke mir dann oft, ja genau, meine Meinung. Soll ich dann trzdem was schreiben, was vor mir andere schon mehrfach – nur ev mit anderen (besseren) Worten – auch schon gesagt haben? Das habe ich bisher nicht gemacht. Die Sterne habe ich dir immer da gelassen. Und das geht mir nicht nur bei deinen Büchern so, sondern auch bei anderen Autoren. Aber nachdem ich den Artikel gelesen habe, werde ich mich doch aufraffen, wenigsten mit ein oder zwei Sätzen die Bücher zu bewerten, die mir am Herzen liegen.

    • Für uns Autoren kommt es nicht nur auf den Inhalt der Rezension an, der natürlich für andere Leser wichtig ist. Allein, dass uns jemand eine öffentliche Rückmeldung gibt, selbst wenn sie kurz und knapp ausfällt, ist für uns ein Motivationsschub, weiterzumachen. Und vieles muss wirklich nicht mehrfach wiederholt werden.

  2. Es ist wie immer ein Vergnügen deinen Worten durch die Zeilen zu folgen, ihren Sinn zu sammeln und im Inneren ihre Wirkung entfalten zu lassen.

    Ja, Jedem sein Leben, seine Sicht und seine Meinung und jeder findet, so er will, seinen Weg, dies zum Ausdruck zu bringen.
    Und als Aufnehmende ist es an uns, diese „Gabe“ / das Gegebene nicht als persönlichen Angriff zu nehmen, wenn unsere Perspektive nicht zu 100% getroffen wurde. Wahrscheinlich waren wir gar nicht als konkrete Person angesprochen worden.

    Ich verstehe deine Sichtweise als Autorin, du lebst auch vom Feedback. Eine Rezension eines deiner „Kinder“ ist definitiv persönlicher als ein Hasskommentar auf einen Kommentar und du darfst innerlich emotional dich angesprochen fühlen.
    Deine Umgang damit und den Aufruf zu mehr Offenheit und Meinungsvielfalt für alle bewundere ich und kann dich nur unterstützen.

    Die Denkanstöße nehme ich sehr gern mit und das Vorhaben, beim nächsten Buch mal etwas mehr, als nur Sterne zu hinterlassen. Du sollst ja nicht geistig verhungern. Und wer weiß, wie sich Feedback in wundervolle, interessante Geschichten verwandeln lässt.

    Wäre ich nicht schon begeistert, Frau Autorin, Sie hätten einen neuen Fan, aber ein gebrauchter muss an diese Stelle reichen.

    eine Leserin

    PS.: Wer Tipp- und Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. 😉

  3. Ich gebe zu ich reagiere manchmal auf negative Rezis, wenn ich das Gefühl habe das sie böse sind. Wenn ein Autor oder Fans persönlich angegangen werden. Ich würde allerdings nicht über Rechtschreibung mäckern . Ich manchen Gruppen gerade bei Fratzebook ist das echt heftig. Hat schon was von Mobbing und es ist traurig, wenn Lesern ein Buch gefällt und sie sich nicht trauen eine Rezis zu schreiben. Ich versuche in meinem privaten Umfeld die Leute zu animieren eine Rezi zu schreiben. Und ich schreibe mittlerweile immer eine. Manchmal kurz manchmal lang.. je nach Wortfindung (manchmal dauerts etwas).

  4. You Made my day.
    Mit dem Beitrag holst du mich aus dem Keller zurück
    Seit Donnerstag stehe ich dort und schmeiße meine Dartpfeile. Und warum?

    Wegen meinem „stümperhaften Geschreibsel“ 😉

    Ich liebe mein Leben. Dir alles Gute

    • Vielleicht sollten wir demnächst eine Autoren-Dartmeisterschaft ausrufen.
      Ich schätze, jeder Autor darf sich mindestens einmal im Leben mit rein destruktiver Bissigkeit herumschlagen, die sich wie eine Ohrfeige anfühlt. Es ist schwierig, solche Dinge nicht an sich heranzulassen und pfeifend weiterzumachen. Schwierig, aber möglich.
      In solchen Fällen hilft es ungemein, an die ganz großen (oder ganz bekannten) Autoren zu denken, die teils mit richtig harter Häme überschüttet werden und trotzdem ihr nächstes Buch schreiben. Wenn zwei von zehn Leser den Roman verrissen haben, sind immer noch acht da, die es gut fanden.

  5. Danke für diesen Beitrag, den ich schreibe gerne Rezis aber ich hab bei jeder Ängste und Zweifel

    Ich hab ne Rechtschreibschwäche und es ist echt nicht einfach, aber nix zu sagen oder zu schreiben möchte ich auch nicht

    Alleine diese Stelle spricht das aus was ich fühle.

    „Es tut mir in der Seele weh, wenn Leser sich nicht trauen, laut zu sagen, ob und warum ihnen ein Buch gefallen hat, weil sie befürchten müssen, dass ihnen die Finger abgehackt werden. Es sind manchmal Leute mit Lese-Rechtschreibschwäche darunter, meist aber sind es ganz normale Leser, die glauben, sie müssten erst ein Literaturstudium absolvieren und einen Korrekturleser engagieren, bevor sie „offiziell“ was zu einem Buch sagen dürfen.“

    Danke
    LG Franziska B

    • Von mir ein ganz dickes DANKE, liebe Franziska, dass du dennoch Rezensionen schreibst! Die Hemmschwelle, sich öffentlich zu äußern, ist ganz schön hoch geworden und vermutlich fragt sich mindestens jeder Zweite, ob er seine Meinung zu einem Buch nicht doch lieber für sich behalten sollte.

      • Ja so geht es mir leider immer, ich überlege mit jeden langen Text den ich schreibe und es kommt immer von Herzen, und ich schreibe meine Gefühle auf versuche aber nicht so viel über das Buch zu verraten, aber gerate weil ich nicht richtig schreiben kann ist es immer sehr schwer weil man sich denkt wo ist der nächste der sich über einen lustig macht.
        Aber ich werde es auch weiterhin dun ob auf mein Profil, der Seite der Autoren und bei Amazon.
        Ja manchmal ist es überarbeitet und Großteils halt nicht.
        Aber ich denke wichtig ist das eine rezi da ist

  6. Ich bin begeistert von deinem Artikel.
    Ich schreibe zu fast jedem Buch, das ich lese, eine Rezension, mal sind sie recht gut geschrieben, mal weniger, zu manchem genialen Werk fehlen mir schlicht die Worte, manchmal möchte ich einfach schreiben: So ein S….., das formuliere ich dann sachlich, höflich und ohne Kraftausdrücke um. Rechtschreibfehler in Büchern meckere ich nur an, wenn sie den Lesefluss stören.

    • Und an den Rechtschreibfehlern im Buch ist das Lektorat (falls vorhanden) schuld… bei einem Fachbuch im Studium ( öde geschrieben, schlampig gebunden und strotzend vor Fehlern) hab ich aber fast gekotzt und entsprechend auch kommentiert bei amazon, denn das Teil war so teuer, unverschämt! Bei Geisteswissenschaftlern! Äks! Das war eine Ohrfeige für die, die das verlegt haben. Und die musste sein. Wenn die Bücherwürmer par excellance solches Hochglanzaltpapier produzieren… traurig.

  7. Es ist ein ungewöhnlich kluger Beitrag, den Sie schreiben. Ich wünsche mir, ich hätte ihn vor knapp 3 Jahren gelesen, als ich mit dem Schreiben aufgehört habe. Zum Broterwerb schrieb ich nie, nur zum Vergnügen. Doch Rezensionen waren der Grund, weshalb ich vor 3 Jahren mit dem Veröffentlichen aufhörte und meine Geschichten unvollendet bleiben werden. Ein Profi wollte ich nie sein, nur ein Amateur (Amateur von amare = lieben) ein einziger Flame genügte mich zum Schweigen zu bringen. Er war gut formuliert, pointiert und eloquent. Und deshalb schoß mir heiße Scham ins Gesicht. Das passiert auch heute noch, wenn ich eine der Geschichten von mir auf dem Laptop öffene. Sie bleiben also unvollendet. Ich hoffe, dass der Rezensent nicht nur einen schlechten Tag im Büro hatte. Das wäre bitter. Ehe jetzt die typischen Kommentare folgen, dass man eben kritikfähig sein muss und ich offensichtlich nicht lebensfähig bin: seit 10 Jahren bin ich als selbstständige Unternehmensberaterin sehr erfolgreich am Markt. Kritik gehört zu jedem Projekt dazu und harte Bandagen kenne ich wohl auch. Aber da war etwas zartes und schüchternes in mir, das sich wagte, den Kopf vorsichtig herauszustrecken. Es bleibt jetzt lieber drinnen.

    • Oh, das ist schade und bitter!
      Gerade am Anfang reicht ein harter Windstoß, um eine frisch ausgetriebene Pflanze abzuknicken. So etwas wie Kritikfähigkeit gibt es meiner Meinung nach nicht. Manche haben ein so dickes Fell, dass rein gar nichts zu ihnen durchdringt, andere kämpfen mit jedem Wort, das von von außen kommt. Ich würde mich auch nicht als kritikfähig oder dickhäutig bezeichnen; Kritik tut immer weh und kann einem im falschen Augenblick die Beine wegreißen. In solchen Momenten hilft es zumindest mir, meine Bücher nicht als den vergoldeten Nabel meines Daseins zu betrachten. Es sind Bücher. Sie werden gelesen, danach wird ein anderes Buch gelesen und die Welt dreht sich immer noch weiter.

  8. Sehr wahrer und gut geschriebener Artikel.
    Eine Art von Rezi hast du leider nicht genannt, die wirklich niederschmetternd für einen Autor ist und leider gerade große Mode wird. Die Leute, die in ihren Rezis (absichtlich?) das ganze Buch oder die wichtigsten Punkte oder sogar das Ende mit Auflösung spoilern.

    • Stimmt, die habe ich nicht erwähnt. Vermutlich, weil sie mir eher nicht so sehr aufgefallen sind und eigentlich ist das auch nicht das Thema des Artikels.
      Spoiler-Rezensionen sind natürlich besonders für die Leser fies. Meist werden sie aber auch von Interessierten und Lesern als nicht hilfreich bewertet und mit „Vorsicht, Spoiler!“-Kommentaren versehen. Ob es was hilft?
      Ich gehe davon aus, dass das Spoilern in den meisten Fällen keine Absicht ist.

  9. Herrlich! Du sprichst mir aus der Seele! Ich mußte an einigen Stellen herzlich lachen! Ich habe mich anfangs sehr schwer getan (Achtung Lieblingswort 😉 ) Rezis zu schreiben, einfach weil ich nicht gut bin im Worte finden, zumindest nicht in schriftlicher Form. Ich selbst gehe auch gar nicht so sehr nach anderen Rezensionen. Ich selbst habe erst einmal eine schlechte geschrieben und das nur weil die Grammatik im Buch tatsächlich zum schreien war und den Lesefluss störte. Gerne wäre ich eine Autorenflüsterin und könnte, wie sie mit Worten um mich werfen, aber das wäre ja nicht ich 😉 Für mich sind Bücher spannend, lustig, traurig oder gar Herz zerreißend, sexy und heiß .. oder bestenfalls alles zusammen. Die einzigen Rezis, die mich aufregen, sind von Lesern, die sich ein Buch aussuchen, wo klar in der Beschreibung steht, es wäre brutal oder hätte harte sexuelle Szenen oder ähnliches und sich dann aber genau darüber aufregen. Wieso leihe bzw kaufe ich mir so ein Buch, wenn ich das doch gar nicht lesen mag? Selten sind das keine „Einzeltäter“ So! Das war jetzt außergewöhnlich lang für mich, scheinbar kann ich doch manchmal mit Worten, wenn es mir sehr wichtig ist. Danke dir für diesen Artikel!

  10. Ein grandioser Beitrag
    -zu einer „Never ending Story“!
    Beim großen A schreibe ich meine Rezension unter einem Pseudonym, denn das letzte was ich möchte ist ein Shitstorm auf Facebook.
    Meine letzte „negative“ Rezension hat sogar 4 Sterne bekommen, denn nur weil ich mit vielem nicht im Einklang war, hat der Autor eine komplette Geschichte zu Papier gebracht und nur weil ich den Inhalt nicht mag, kann ich ihm keine 1-2 Sterne geben, denn Geschmäcker sind unterschiedlich und das ist auch gut so !
    Liebe Grüße
    Susu

  11. Super Beitrag 🙂
    Letzthin hatte ich ein Interview mit einer Jugendreporterin und fragte sie, was sie von Rezensionen hält und ob sie diese z.B. bei Amazon liest. Sie hat mich dann ganz nüchtern gefragt, was Rezensionen sind.
    Das hat mir ein wenig Perspektive gegeben 😀

  12. Danke für deine Worte!!!! Ich stimme dir absolut zu! Ich werde auch weiter meine Rezensionen schreiben, dafür bekomme ich mit Sicherheit keinen Literaturpreis, aber ich freue mich das ich euch Autoren auf diesem Weg ein wenig unterstützen kann!!!

  13. Ein toll geschriebener Artikel, der mir als Hobby-Autorin das Herz aufgehen lässt und mich zu (Lach-)Tränen rührt. Ja, Rezensionen (ich benutze, muss ich gestehen, auch die Abkürzung „Rezi“ – was ist schlimm daran?) sind der Applaus für den Künstler. Oder die Buhrufe.
    Wie auf der Bühne gilt hier: Am schlimmsten ist Schweigen.
    Dann trete ich mit hochrotem Kopf ab und nie wieder auf.
    Hab sogar mal versucht, das in einem Lied auszudrücken, das ich nach einer vernichtenden Kritik meiner Schwester (auch mit hochrotem Kopf) wieder bei YouTube gelöscht habe. Sie sagte, ich solle mich aufs Schreiben beschränken. Hmpf. Ok. Noch immer klingt mir dieses Lied ab und zu in den Ohren, aber ich singe es nur noch unter der Dusche …

  14. Vielen Dank Catalina, es ist ein sehr guter Bericht. Ich bin selbst Autor und habe vor kurzem einen Thriller veröffentlicht. Die Rezensionen sind überwiegend sehr positiv, was mich natürlich freut und mir schmeichelt. Es motiviert mich für mein nächstes Buch. Negative Rezensionen sind ein gutes Werkzeug zur Selbstkritik. Eine Buchbloggerin kritisierte, dass meine wenigen Liebesszenen ‚gestelzt‘ wirken und der Autor sich allem Anschein nach beim Schreiben dieser Szenen nicht wohl fühlte. Sie hatte recht. Fazit für mich: im nächsten Thriller weniger Liebesszenen. Die überlasse ich nun den Autoren, die das besser können.
    Die Rezensionen sind also nicht nur eine Orientierungshilfe für den Leser, sie sind auch ein guter Kompass für den Autor.

  15. Toll geschrieben.
    Dieser Artikel spricht beide Seiten an.
    Vielen Dank dafür und ich bin genau deiner Meinung.
    Und auch wenn einem so machen einen Rezension für ein Buch, das man selber super findet, jemand anderes aber nicht, kann man bei einem Kommentar darüber auch höflich und sachlich bleiben. Solche „Schlammschlachten“ , die so manche „Fans“ dann öffentlich austragen, finde ich furchtbar. Da muss man wirklich nicht mit „so eine Schlampe, wie kann sie nur sowas schreiben“ um sich verwerfen.
    Das ist jedenfalls nicht mein Stil.
    Aber durch die Anonymität in den sozialen Medien wird das leider immer mehr und überträgt sich leider mittlerweile auch auf das reale Leben .
    Irgendwie gibt es immer weniger Respekt vor anderen Menschen und deren Meinung.

  16. Ein toller Beitrag, der mir zeigt, dass es richtig ist, dass ich meine Meninung zu jedem gelesenen Buch kund tue.
    Ich finde es einfach wichtig, dass man immer dazu schreibt, warum man etwas besonders gut oder schlecht fand. Das sind nämlich solche Rezensionen, nach denen ich selbst als Leser Ausschau halte, wenn ich noch im Entscheidungsprozess bin, ob ich mir ein Buch kaufen soll oder nicht.

    Nachdem ich letzten Monat „Unter Null“ gelesen habe, sollte ich wohl mal „American Psycho“ von meinem SuB befreien…Genesis find ich eigentlich ziemlich cool…wahrscheinlich also ganz gut, dass ich zu arm zum Koksen bin.

  17. Haha! Sehr geil! Super geschrieben und den Nagel auf den Kopf getroffen! 😀

    Mehr fällt mir jetzt grad leider auch nicht ein, denn du hast schon alles gesagt! ABER ich wollte auf jeden Fall loswerden dass ich den Beitrag richtig gut fand!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Aber klar, den Klassiker: „Pumped by a Pterodactyl“ von Verity Vixxen (leider nur englisch). Ich hab keine Ahnung, ob es im Deutschen ähnliche Perlen der Literatur gibt. Falls nicht: Marktlücke!

  18. Hy.

    Ich habe deinen Text gelesen und fand ihn sehr ermutirgend. Ich schreibe um die 150 Rezis im Jahr. Ich denke aber oft, ob es überhaupt gut genug ist für ein Blog. Wenn ich die anderen Rezis immer sehe, kommen meine mir so klein vor. Aber ich kann es nicht besser und ich gebe mir große Mühe. Deshalb hat mir dein Beitrag gut getan.

    LG backmausi81
    mausisleselust.blogspot.com

    • Ich habe mir deinen Blog angeschaut und finde ihn sehr authentisch, deine Artikel sind gut gegliedert und kommen auf den Punkt. 150 Rezensionen sind eine Menge – Hut ab! Das soll dir erst mal einer nachmachen! Bitte weiter so!

  19. Schöner Post, liebe Kollegin. Alles super auf den Punkt gebracht. Wird natürlich sofort geteilt. (Auch wenn ich das mit Genesis-Gut-finden nicht verstehen kann. Auch nicht einen einzigen Song.:-)) Viele Grüße Anton Serkalow

    • Das mit Genesis muss ich so schreiben, sonst steht eines Tages eine Meute zorniger Genesis-Fans mit Fackeln und Mistgabeln vor meiner Haustür 🙂

      • Alles klar. Ich hatte kurz überlegt, ob ich als alternder Intellektueller wenigstens noch sowas schreibe wie: “ … es sei denn es sind Songs aus der Zeit, wo Peter Gabriel noch Sänger war.“ Aber im Grunde war Genesis auch da schon scheiße.:-)

        • Ich habe mich zugegeben nie großartig mit der Band beschäftigt und empfinde es nicht als Verlust. Meine Schwester war Genesis-Fan, aber sie liebte auch Chris de Burgh und fand Pink Floyd und David Bowie furchtbar. Sie hat mein White Album von den Beatles zerkratzt 🙂
          Ja, ich hatte eine schwere Kindheit …

  20. Was für ein genialer Beitrag! Ich habe bei mir ein Buch liegen und frage mich, ob es wirklich ok ist, nur 4 Sterne zu geben. Denn ja, es war gut. Aber es hat mich eben nicht in Gänze überzeugt. Dein Beitrag ermutigt mich, genau das zu tun. Sonst sind meine 5/5 Rezensionen (ich hasse das Wort Rezi!) im Vergleich nicht mehr viel wert. Überdies habe ich schallend gelacht. Danke!

  21. Wow was für ein Hammer Beitrag! Und vor allem so so wahr! Ich glaube ich mache auch mal Fehler in meinen Rezensionen (besonders bei Kommata) und bin Bloggerin, aber das finde ich eigentlich nicht so schlimm, denn Fehler macht mal jeder und im Endeffekt geht es ja auch um die Meinung und nicht darum ob eine Rezension von der Rechtschreibung und Grammatik her perfekt ist. Bei einigen Passagen musste ich echt schmunzeln 😀 Am schlimmsten finde ich es, dass Blogger manchmal dazu aufgefordert werden, ihre Rezension zu löschen, weil sie nur so und so viele Sterne vergeben haben. Was ich aber auch nicht leiden kann sind eben diese Rezis, wo der Autor und das Buch nur schlecht gemacht werden, da verstehe ich den Sinn einfach nicht. Ich verstehe da aber auch die Leute nicht, die extra Geld für ein Buch ausgeben, um es zu lesen, obwohl sie das Genre nicht mögen und von Anfang an wissen, dass sie das Buch nicht mögen werden. (Habe das letztens mal bei einem Buch entdeckt (es war Light & Darkness von Laura Kneidl) und ich habe es überhaupt nicht verstanden. Die kaufen sich das Buch wirklich nur um eine schlechte Meinung abzugeben. Mir wäre da meine Zeit und mein Geld zu schade für. Aber wie schon zu Anfang erwähnt ist dein Beitrag einfach nur genial! Vielen Dank dafür 🙂

  22. Das wäre doch mal ein süffisantes kleine Büchlein wert.

    Aber mal im Ernst, das Leben ist halt quietschebunt. Auch ich habe bereits Rückmeldungen von beiden Seiten erhalten. Solange diese Bewertungen halbwegs nachvollziehbar sind, nehme ich sie an. Selbst bei Aussagen, die einen an der Ehrlichkeit zweifeln lassen, nehme ich sie an. Und ich erinnere mich an meinen Opa, der sagte: Über Geschmack läßt sich streiten, aber nicht über schlechten.

    Danke für diese Abhandlung. Isch habe geshäat. 😉

  23. Danke für diesen absolut humorvollen Artikel, der mir schon am frühen Morgen den Tag gerettet hat. Sehr amüsant geschrieben und etwas, über das jeder nachdenken sollte.

  24. die Werfung von Pfeilen in Keller mir große Gelachter verschafft.

    Unter der lustigen Verpackung liegen ernste Gedanken.
    Ein ernsthafter Aufruf zur Toleranz und Freiheit des Denkens.
    Punkt

  25. Ich beglückwünsche dich zu deiner Fähigkeit, erst nach ZWEI negativen Feedbacks mit Papptüte über dem Kopf im Schrank zu verschwinden!

    • Ich gehe gar nicht in den Schrank. Ich gönne mir einen Tag ausgiebiges Mimimi und male mir aus, wie es ohne Schreiben wäre. Dann mache ich weiter.

  26. Warum bin ich zu blöd hier ein „kugel mich vor Lachen auf dem Boden“ einzufügen?

    Gut, dass ich kein Autor bin. Ich lese nie Rezensionen – bilde mir meine Meinung lieber selbst. Der kurze Teaser / Inhaltsangabe des Autors oder Verlages ist mir mehr als genug – manchmal schon zu viel.
    Für gewöhnlich spricht mich das Cover an, ich mag den Autor/-in ohnehin oder ich lese kurz irgendwo im Buch einige Absätze und entscheide mich anhand des Schreibstils.

    Ich verstehe natürlich, das es für Autoren wichtig ist ein Feedback zu bekommen. Ist ja schließlich ein recht einsamer Job und nur die reinen Verkaufszahlen machen auch nicht glücklich.
    Aber Frautoren sollten nicht immer jeden Mist so nah an sich ran lassen.
    Und sich schon gar nicht zur Eile antreiben lassen, auf Kosten der nächsten Story.

    Und ja, Leser schreiben selbst nur über Dinge, die sie emotional bewegt haben. In welcher Form auch immer.
    DAS IST DOCH GUT!
    Damit hat der Autor doch in jedem Fall etwas erreicht.
    Und das nur mit seinen Worten!
    Toll!

    Schön, wenn Autoren ihren Humor / Bissigkeit / Nachdenklichkeit nicht verlieren und damit die Leserschaft erfreuen können.
    Weiter so!

    • Hallo Annett,
      klar geht es uns Autoren ums Feedback. Wen wir nix vom Leser hören, macht es ja irgendwann keinen Sinn mehr, sich ans nächste Buch zu setzen. Feedback ist ein Wahnsinns-Motivationsschub.
      Die Rezensionen haben aber nicht zuletzt einen sehr wichtigen wirtschaftlichen Zweck: Ohne Rezensionen keine Verkaufszahlen. Bcher, die nicht von Lesern bewertet werden, sind im Shop nicht sichtbar und können auch nicht „zufällig“ entdeckt werden. Man muss sie ganz gezielt suchen; dazu muss man aber erstmal wissen, dass es dieses Buch überhaupt gibt.
      Es spielt dabei keine Rolle, ob andere Leser die Rezensionen lesen (viele tun es und nicht wenige kaufen ein Buch nur aufgrund sehr guter/sehr schlechter Bewertungen).
      Das Veröffentlichen ist ja auch eine Geldfrage, die sich amortisieren muss (es sei denn, man schreibt hobbymäßig, verzichtet auf Lektorat, Korrektorat, ein professionelles Cover etc).
      Rezensionen, auch die allerkürzesten, haben also einen vielfältigen Zweck: Sie informieren andere Leser und sie sorgen dafür, dass der Autor nicht aufgibt bzw nicht aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben muss.

  27. Hey Catalina,
    vielen Dank für diesen witzigen, ehrlichen und interessanten Beitrag!
    Ich habe ihn gleich auf meinem Bücher-Blog verlinkt in meiner heute veröffentlichten Rubrik #18 von Im World Wide Web entdeckt.

    Ich bin selbst Bloggerin und schreibe Buchrezensionen zu den meisten Büchern, die ich lese. Gut zu wissen, dass es Autoren gibt, die sich damit so auseinandersetzen wie Du 🙂
    Ich musste oft schmunzeln, vor allem, weil ich selbst gerne abseits vom Mainstream lese und so beispielsweise auch im Extrem-Horror „zu Hause bin“.

    Viele Grüße! Melli

  28. Pingback: [ Mikka Liest ] Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs - 18. bis 24. April

  29. Liebe Catalina,
    ich lese unglaublich gern und ich denke, ziemlich viel, habe aber noch nie eine Rezi geschrieben…
    Ich stöbere gerne in Blogs, habe aber noch nie einen Kommentar geschrieben…
    Die Gründe stehen in deinem tollen Artikel:
    wo gehört das verdammte Komma hin? Wird das groß- oder kleingeschrieben? Alle finden’s gut, nur ich nicht? Mir fehlen die passenden Worte und der Typ vor mir, hat’s so perfekt formuliert. Interessiert jemanden meine Meinung?…
    Aber du hast Recht! Autoren brauchen Rezensionen, ein Feedback, sachlich und respektvoll geschrieben. Mach ich ab heute. Versprochen!

    Und Catalina, der Artikel war klasse geschrieben. Er hat mir einen gruseligen Freitagmorgen versüßt. Jetzt lese ich mal weiter auf deiner Website und die Bücher von dir werden auch gleich bestellt. Ist mit Sicherheit ein Lesevergnügen.

    Ganz liebe Grüße
    Barbara

    • Hallo Barbara,
      deine Rezension ist wichtig, ganz gleich, welche Form sie hat. Gerade für weniger bekannte Autoren und Newcomer ist jedes Feedback ein wertvoller Motivationsschub. Es wäre toll, wenn du ab und zu deine Meinung zu gelesenen Büchern kund tust und so zu einer weniger verbissenen Meinungskultur in Sachen Büchern beiträgst.
      Ich wünsche dir auch zukünftig ganz viel Lesevergnügen (ob mit meinen oder anderen Büchern)!
      Liebe Grüße
      Cat

  30. Hallo Catalina,
    ich musste ja so lachen bei deinem Beitrag! Als Bloggerin und Autorin sprichst du mir aus der Seele. Ich durfte auch selber schon die Erfahrung machen, wegen negativer Rezis angefeindet zu werden. Aber ich ignoriere das einfach, weil ich weiß, dass dem Autor meine Meinung wichtig ist.
    Liebe Grüße,
    Rubine

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